Five Fingers

Als ich das erste Mal diese Schuhe bei Globetrotter im Laden gesehen habe dachte ich “Sowas verrücktes, wer sollte denn das tragen”? Naja, beim zweiten Mal habe ich sie anprobiert und fand sie sehr bequem. Besonders das Geh-Gefühl war fast wie barfuß. Aber der Preis war doch noch ein wenig abschreckend.

Ein gutes Jahr später habe ich sie mir dann aber doch bestellt. Nach einem kurzen Probetragen stellte sich leider heraus dass sie eine Nummer zu groß waren, ich rutschte beim Gehen hinten immer wieder heraus. Also musste ich sie nochmal umtauschen, was zum Glück mittlerweile problemlos geht. Dann mit der für mich passenden Größe — zwei Nummern kleiner als meine normalen Straßenschuhe — konnte ich den Sommer begrüßen. Und alles, was ich über diese Schuhe gelesen hatte, stimmt. Man fühlt sich wie barfuß, nur besser geschützt, was in der Großstadt mit all ihren Tretminen notwendig ist. Auch das Fahrradfahren ging nach einer kurzen Eingewöhnungszeit gut. Man muss allerdings ein bisschen besser aufpassen, weil die Schuhe nicht sehr fest sind.

Die Beinmuskulatur dankt es einem in den ersten Tagen durch Muskelkater, an Stellen von denen man nichtmal wusste, dass man dort Muskeln hat. Die “normalen” Five Fingers sitzen allerdings nicht sehr stramm am Fuß, wer sie zum Kanufahren oder Joggen tragen will sollte über eine Variante nachdenken, die durch einen Gurt gesichert ist.

Mein Fazit ist, wenn man die Gelegenheit hat sollte man sie unbedingt mal anprobieren. Wer sie sich kauft muss aber damit rechnen, auf seine ungewöhnlichen Schuhe angesprochen zu werden. Ausserdem sollte man wirklich auf guten Sitz achten, mittlerweile denke ich dass sie noch etwas kleiner hätten sein dürfen.

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