USB-Ladeschaltung für den Fahrrad-Nabendynamo

Oktober 11th, 2011

Seit ich dieses Jahr mein neues Fahrrad mit Nabendynamo besitze und die Planung auf einen Fahrradurlaub hinauslief habe ich meine gesammelten Notizen zusammengesucht, weil ich mir eine Ladeschaltung zulegen wollte. Ziel war es, mit meinem Garmin GPSMap möglichst wenige Akkus zu verbrauchen, sowie gelegentlich mein iPhone unterwegs aufzuladen.

Neben einer komplett selbstgebauten Schaltung habe ich mir einige fertige Geräte angesehen. Zu allererst fand ich das E-Werk von Busch & Müller. Allerdings empfand ich es zum einen als zu groß und klobig, zum Anderen hat es mich gestört, dass ich dort Spannung und Stromstärke hätte einstellen können. Da ich aber nur USB-Geräte betreiben möchte war mir das Risiko zu groß, mal versehentlich durch eine falsche Einstellung ein Gerät zu beschädigen. Auch die vielen Adapterkabel fand ich eher hinderlich.

Durch Zufall stieß ich dann auf das ReeCharge Power Pack von ThinkBiologic. Dieses Gerät besteht aus einem kleinen Spannungsregulator, der parallel zur Lichtanlage am Nabendynamo angeschlossen und mit Kabelbindern an der Vorderradgabel befestigt wird. Die eigentliche Ladeschaltung mit integriertem Pufferakku wird mit einer Gummilasche am Rahmen befestigt und ist leicht abnehmbar. Dadurch kann z.B. das iPhone tagsüber in der Hosentasche bleiben, und abends wird im Zelt die Ladung vom Pufferakku ins iPhone übertragen.

Als kleine Zusatzfunktion kann man die Ladekontroll-Leuchten auch als Taschenlampe benutzen, weil die drei weißen LEDs sehr leuchtstark sind. Praktisch ist, dass man am Gerät sowohl einstellen kann, ob es überhaupt Strom vom Nabendynamo bezieht, als auch ob es eine Ladespannung zur Verfügung stellt. Hierdurch kann man bei Einbruch der Dämmerung die ganze Dynamoleistung dem Licht zukommen lassen, um StVo-Konform zu bleiben. Etwas problematisch ist allerdings die Lage und Helligkeit dieser beiden LEDs. Am Ende habe ich den ReeCharge seitlich am Rahmen befestigt, um diese beiden Anzeigen bei Bedarf mit der Hand abschatten zu können, um im Sonnenschein überhaupt etwas erkennen zu können.

Insgesamt bin ich mit dem ReeCharge sehr zufrieden und kann das Gerät wärmstens empfehlen. Es hat meinen Garmin auf dem Elberadweg von Hamburg bis Dresden zuverlässig mit Strom versorgt, und konnte zusätzlich ohne Probleme alle paar Tage mein iPhone wieder auffüllen.

Ergänzung zum Thema Wartungsarbeiten-Seite

Oktober 4th, 2011

Ich las kürzlich von jemandem, der aufgrund von Problemen auf einer Webseite eine Umleitung auf eine Fehlerseite bekommen hatte. Ist so eine Umleitung einmal erfolgt, kann man im Browser so oft die Seite aktualisieren, man bekommt trotzdem immer wieder die Fehler- oder Wartungsseite.

Dabei fiel mir mein Posting zum Thema Wartungsseite mit mod_rewrite wieder ein, das in der Hinsicht auch nicht besser war. Daher hier meine Ergänzung zur rewrite-Regel für eine Wartungsseite, bei der man nach erfolgter Wartung von der Wartungsseite auf die Startseite zurückleitet. Auch hier dienen die Bedingungen dazu, dass man von seiner festen IP-Adresse jederzeit die Wartungsseite testen kann:

RewriteEngine On
RewriteCond %{REMOTE_ADDR} !^192.168.28.17$ [NC]
RewriteCond %{REMOTE_ADDR} !^fe80:$ [NC]
RewriteRule ^wartung.html$ / [NC,L]

Die Zeit veröffentlicht iPad-App

September 24th, 2011

Seit ich mein iPad habe nutze ich es wann immer möglich zum elektronischen Konsum diverser Medien. Neben den Zeitschriften, die ich schon lange im Abonnement lese wie dem c’t-Magazin oder der iX ist z.B. das rein elektronische Abonnement der US-Amerikanischen Technologiezeitschrift WIRED dazugekommen, deren App von vornherein vorbildlich auf das iPad angepasst war.

Leider fehlte in meinem elektronischen Zeitungsladen noch Die Zeit, die ich ebenfalls seit langem jeden Donnerstag im Briefkasten finde. Der Erste Versuch der Zeit kann nur als Missglückt bezeichnet werden. Es war im Endeffekt eine PDF-Version der gedruckten Zeitung, was bei dem verwendeten “Nordischen Format” entweder unlesbar kleine Schrift oder ständiges hin-und-her-scrollen bedeutete. Besonders das mehrseitige Dossier mit eingeschobenen Begleitartikeln war in dem Format unlesbar.

So habe ich mich sehr gefreut als ich kürzlich auf die neue Version der Zeit-App aufmerksam gemacht wurde. Um einen umfassenden Eindruck zu gewinnen habe ich eine Ausgabe bisher ausschließlich auf dem iPad gelesen. Die Print-Ausgabe werde ich wohl nur nochmal durchgucken, um einzelne Artikel als Lese-Empfehlung weiterzugeben. Dies ist im elektronischen Format nämlich nicht so gut möglich.

Alles in allem habe ich nur zwei Kritikpunkte: Die Lesezeichenfunktion ist komplett nutzlos. Sie funktioniert unintuitiv, man muss sein Lesezeichen durch blättern suchen. Leider braucht man die Lesezeichen, denn mein zweite Anmerkung ist, dass es klasse wäre wenn man beim öffnen der App immer wieder auf den zuletzt geöffneten Artikel käme. Das ist nämlich leider nur dann der Fall, wenn sie per Multitasking weiterlaufen konnte. Wird die App vom iOS aus dem Speicher geworfen muss man mühsam die Stelle wiederfinden, an der man gewesen ist.

Aber macht euch doch einfach selber ein Bild, hierzu habe ich ein paar Screenshots eingefügt.

Five Fingers

August 15th, 2011

Als ich das erste Mal diese Schuhe bei Globetrotter im Laden gesehen habe dachte ich “Sowas verrücktes, wer sollte denn das tragen”? Naja, beim zweiten Mal habe ich sie anprobiert und fand sie sehr bequem. Besonders das Geh-Gefühl war fast wie barfuß. Aber der Preis war doch noch ein wenig abschreckend.

Ein gutes Jahr später habe ich sie mir dann aber doch bestellt. Nach einem kurzen Probetragen stellte sich leider heraus dass sie eine Nummer zu groß waren, ich rutschte beim Gehen hinten immer wieder heraus. Also musste ich sie nochmal umtauschen, was zum Glück mittlerweile problemlos geht. Dann mit der für mich passenden Größe — zwei Nummern kleiner als meine normalen Straßenschuhe — konnte ich den Sommer begrüßen. Und alles, was ich über diese Schuhe gelesen hatte, stimmt. Man fühlt sich wie barfuß, nur besser geschützt, was in der Großstadt mit all ihren Tretminen notwendig ist. Auch das Fahrradfahren ging nach einer kurzen Eingewöhnungszeit gut. Man muss allerdings ein bisschen besser aufpassen, weil die Schuhe nicht sehr fest sind.

Die Beinmuskulatur dankt es einem in den ersten Tagen durch Muskelkater, an Stellen von denen man nichtmal wusste, dass man dort Muskeln hat. Die “normalen” Five Fingers sitzen allerdings nicht sehr stramm am Fuß, wer sie zum Kanufahren oder Joggen tragen will sollte über eine Variante nachdenken, die durch einen Gurt gesichert ist.

Mein Fazit ist, wenn man die Gelegenheit hat sollte man sie unbedingt mal anprobieren. Wer sie sich kauft muss aber damit rechnen, auf seine ungewöhnlichen Schuhe angesprochen zu werden. Ausserdem sollte man wirklich auf guten Sitz achten, mittlerweile denke ich dass sie noch etwas kleiner hätten sein dürfen.

Fahrradtouren-Planung

August 1st, 2011

Fahrrad am BaumIm Sommer nutzen wir die Zeit gerne für ausgedehnte Touren mit dem Fahrrad. Dabei möchte man natürlich möglichst wenig direkt an der Straße fahren, andererseits aber auch ungern über weiche Sandwege oder holperige Schotterwege fahren.

Hierzu habe ich auf Radweit, einer Webseite des Bremer Radfahrers Ulrich Lamm, für ganz Deutschland ausgearbeitete Fahrradrouten mit gut erstellten Landkarten gefunden. Diese halten sich nicht unbedingt an ausgeschilderte Fernradwege, sondern stellen einen guten Kompromiss zwischen Naturstrecken und direkter Verbindung dar. Leider gibt es hier keine GPS-Tracks.

Für Touren in Norddeutschland ist die Seite Radfernwege in Schleswig-Holstein der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein sehr zu empfehlen. Sie bietet für einige ausgewählte Routen wie z.B. den Elberadweg, GPX-Tracks und Hintergrundinformationen.

Photo-Tisch für Detailaufnahmen

Mai 24th, 2011

Ich habe vor kurzem ein paar Detailaufnahmen von Gewürzgläsern gemacht. Um sie vor einem neutralen, aber nicht flächigen Hintergrund photographieren zu können, habe ich mir einen Photo-Tisch improvisiert.

Er bestand aus zwei Balkonstühlen und einem Balkontisch. Der Tisch steht so auf den Stühlen, dass die Tischplatte über der Balustrade ist, und somit nicht im Schatten liegt. Die Sonne kommt in den Morgenstunden von rechts, und ist somit optimal. Es fehlt nur noch ein wenig Füll-Licht von links, das ich in der nächsten Auflage eventuell noch ergänzen werde.

SNMP-Traps per EEM generieren

Mai 19th, 2011

Kürzlich habe ich darüber geschrieben, wie man die Alarm-Kontakte an einem Cisco Metro Ethernet Switch, z.B. dem Modell ME 3400EG-2CS-A, nutzen kann. Allerdings hat offenbar Cisco — mal wieder — das nützlichste Feature vergessen, nämlich die Möglichkeit, SNMP-Traps hierzu zu generieren.

Alles, was man bekommt, sind Log-Meldungen, die z.B. so aussehen:

%PLATFORM_ENV-1-EXTERNAL_ALARM_CONTACT_ASSERT:
Alarm asserted: Door
%PLATFORM_ENV-1-EXTERNAL_ALARM_CONTACT_CLEAR:
Alarm cleared: Door

Zum Glück hat man aber heutzutage den Embedded Event Manager zur Verfügung. Hiermit kann man aus den Logmeldungen auch SNMP-Traps generieren:

event manager applet DoorOpen
 event syslog occurs 1 pattern "%PLATFORM_ENV-1-EXTERNAL_ALARM_CONTACT_ASSERT:"
 action 1.0 snmp-trap intdata1 1 intdata2 2 strdata "Door Opened"
event manager applet DoorClose
 event syslog occurs 1 pattern "%PLATFORM_ENV-1-EXTERNAL_ALARM_CONTACT_CLEAR:"
 action 1.0 snmp-trap intdata1 1 intdata2 0 strdata "Door Closed"

Hierbei wird in den Trap-Parametern die Sensor-Nummer 1 sowie der Status als entsprechender Code für das auswertende Nagios-Plugin übermittelt. Der Trap enthält somit diese Daten:

SNMPv2-SMI::enterprises.9.10.91.1.2.3.1.9.11 = INTEGER: 1#011
SNMPv2-SMI::enterprises.9.10.91.1.2.3.1.10.11 = INTEGER: 2#011
SNMPv2-SMI::enterprises.9.10.91.1.2.3.1.11.11 = STRING: “Door Closed”#011

Heidelbeerernte 2010

Mai 17th, 2011

Letztes Jahr haben wir Buch geführt über die Anzahl der Heidelbeeren, die an unseren zwei Heidelbeerpflanzen im Balkonkasten gewachsen sind — am Ende waren es 195 Stück. Wir werden es dieses Jahr wiederholen, und sind gespannt wie sich der Ertrag entwickelt.

dyerware.com


Alarm-Kontakt Cisco ME 3400EG-2CS-A

Mai 12th, 2011

Bei einigen Cisco-Switches der Metro Ethernet Serie ist ein praktischer Alarm-Port eingebaut. Diesen kann man z.B. verwenden, um einen verschlossenen Verteilerkasten beim Kunden zu überwachen. Leider findet man bei Cisco hierzu nur eine kurze Notiz im Installation Guide:

Alarm Input Port

The switch supports four alarm inputs. The alarm input is a dry-contact alarm port. Use the CLI to define each alarm input to respond to a normally open or closed dry-contact closure and to define the alarm severity as minor, major, or critical. When a condition triggers an alarm, the console displays an alarm message, and the corresponding Alarm LED responds (see the “Alarm LEDs” section).

Welche Pins hierfür benutzt werden müssen geht hieraus leider nicht hervor. Durch Tests habe ich allerdings an unserem Cisco ME 3400EG-12CS-M folgende Belegung ermitteln können:

Pin Signal Farbe (T568A)
1 Alarm1 weiß/grün
2 Alarm2 grün
3 weiß/orange
4 Alarm3 blau
5 Alarm4 weiß/blau
6 orange
7 weiß/braun
8 Masse braun

Die Konfiguration im IOS ist dann entsprechend der Dokumentation schnell erledigt, z.B. wenn an Port 1 der Normalzustand “Geschlossen” ist:

alarm-contact 1 description door
alarm-contact 1 severity critical
alarm-contact 1 trigger open

Update: In der Zwischenzeit ist auch die Dokumentation Configuring Switch Alarms bei Cisco verfügbar geworden

Stärke einer Spiegelreflex-Kamera

Mai 10th, 2011

Diese zwei Photos zeigen sehr deutlich, warum man zum photographieren mehr braucht als ein iPhone oder eine kleine kompakte Digitalkamera. Nur mit einer “ordentlichen” Kamera kann man die Parameter so beeinflussen, dass nicht das ganze Bild scharf ist, sondern dass der Vordergrund scharf ist, oder aufgrund einer offenen Blende verschwimmt. Diese beiden Photos sind von der selben Position aus aufgenommen, nur mit unterschiedlicher Fokussierung.